So eine Geschichte kann es auch nur am 1. April geben:
Matthias Huhn (47, links) aus Friedrichsgabe und Gernot Klimkeit (46) aus Harksheide werden für Norderstedt den Brandschutz auf der Landesgartenschau sicherstellen. Die beiden Feuerwehrleute sind extra ausgebildet im Alleineinsatz in den grünen Wiesen und Feldern der am 21. April startenden LGS.
Erstmalig in der Geschichte Norderstedts wird dabei nicht auf schweres Gerät, wie die tonnenschweren Löschfahrzeuge, gesetzt: "Wir müssen wendiger sein und - sollte es zum Feuer kommen - ohne die Blumenpracht zu beschädigen, den Brandherd erreichen", sagt Friedrichsgabes Wehrführer-Vertreter Matthias Huhn. Auch die beiden anderen Wehren (Glashütte, Garstedt) sollen Krafträder bekommen, für den Notfall in blühenden Landschaften.
Dafür sind die jetzt schon ausgelieferten Gefährte ausgerüstet: "Wir haben in beiden Seitenkästen je 50 Liter Wasser, der Druck ist bei 3 bar fest eingestellt. Unser Blaulicht ist der Renner - auch wenn die Zulassung gedauert hat", so Gernot Klimkeit, während er auf seine Honda aufsteigt. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hatte sich persönlich für die Beschaffung eingesetzt und betont: "Die LGS muss sicher sein." Daher suchte er persönlich die Motorräder aus dem Katalog aus. Natürlich in Feuerwehr-Rot.
Die obligatorische Atemschutzflasche ist dabei, genau wie der Sanitäts-Rucksack samt automatischem Defibrillator (AED) für Wiederbelebungen. Der Abtransport der Patienten erfolgt über eine aufblasbare Trage, die im Einsatz zwischen die Motorräder geklemmt wird. "Ein Absperrhütchen haben wir und spezielle Besen", erklärt Matthias Huhn und putzt seine BMW 196F. Dann zeigt er die passend zur Landesgartenschau in grün gehaltenen Borsten.
Neben Allradantrieb, sind die Motorräder mit modernster Funktechnik ausgestattet: "Wir haben als einzige in Norderstedt abhörsicheren Digitalfunk, damit auch niemand etwas von unseren Spezialeinsätzen erfährt", betont der Wehrführer-Vertreter.
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