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Reetdachvilla abgebrannt

Es ist wohl das Schlimmste, was einem Hausbesitzer passieren kann: Das eigene Reetdachhaus fängt Feuer und die Familie ist noch drin. Dazu alle Geschäfts- und Privat-Unterlagen. Was soll gerettet werden und was lässt man zurück? Teure Möbel und viele kleinere Dinge, an denen Erinnerungen und Werte hängen, werden schnell ein Raub der Flammen. So geschehen am vergangenen Freitag in Rade-Wulksfelde (Tangstedt) im Kreis Stormarn bei Hamburg.

Die ganze Villa von Rüdiger L. wurde ein Raub der Flammen, kaum etwas vom Hab und Gut der Familie konnte gerettet werden. Tragisch dazu: L. wollte wohl wieder ins Ausland, hatte die Villa zum Verkauf angeboten.


Nun liegt das Anwesen in Schutt und Asche. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr. Nach kurzer Zeit waren gleich mehrere Wehren alarmiert worden, die Wasserversorgung gestaltete sich als schwierig. Doch auch knapp 130 Feuerwehrleute konnten die Reetdachvilla nicht mehr retten. Nachbar Alf Loewe ist entsetzt: "Auf dem Dach waren erst so ganz kleine Flämmchen zu sehen, wie ein Saum. Unser Nachbar hatte noch versucht selber zu löschen und hat dann seine Familie und ein paar Ordner aus dem Haus gerettet. Danach haben wir uns um die Familie in unserem Garten gekümmert, weil sie total gezittert haben."

Die Feuerwehr-Einsatzkräfte der Gemeinde Wulksfelde wurden bei den Löscharbeiten unterstützt durch weitere ehrenamtliche Feuerwehrleute aus Tangstedt, Norderstedt-Garstedt, Kayhude, Bargfeld-Stegen und Jersbek. Dazu wurde eine Versorgungseinheit des ASB alarmiert um die Einsatzkräfte bei den sommerlichen Temperaturen mit Essen und Trinken zu versorgen. Bis in den späten Sonnabend mussten Nachlöscharbeiten durchgeführt werden.

Auch Bürgermeister Hans-Detlef Taube (70) machte sich ein Bild von den Zerstörungen des Hauses vor Ort, das ihm wohl bekannt ist: Zwei Mal wurde an das ehemalige Haus von Rolf Italiaander in den vergangenen Jahren angebaut. So wurde nach und nach aus dem ehemaligen Museum Rade eine große Wohn-Villa.

Weitere Bilder des Großfeuers:

Links:
Bericht im Hamburger Abendblatt
Fotos der Feuerwehr Tangstedt
Fotos der Feuerwehr Wulksfelde

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Samstag, 25. April 2009


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