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24-Stunden-Dienst

Gerade Kinder der Jugendfeuerwehr sind interessiert, auch einmal einen ganzen Tag wie „die großen“ zu arbeiten. Daher gab es bei der Jugendfeuerwehr Fuhlsbüttel am Wochenende einen so genannten 24-Stunden-Dienst.

Morgens gegen 7 Uhr in Fuhlsbüttel: Verschlafene Jugendfeuerwehrleute auf dem Weg zum Feuerwehrhaus am Fuhlsbütteler Damm. 19 Jugendliche an der Zahl stellen sich bereit; Erfreut und voller Vorfreude auf die Aufgaben, die jedoch noch keiner von ihnen kennt: „Bei normalen Diensten können wir gar nicht so viel in die Zeit reinquetschen. Heute schaffen wir viel mehr“, betont Jugendwart Sven Ellerbrock.

Hilflose Personen, Feuer im Wohnwagen oder Gasausbruch – Hund von Auto angefahren – Schlangenbiss. So lauten nur einige der knapp 30 Einsätze, die von den Jugendlichen alleine abgearbeitet werden sollen: „Eigentlich waren nur 20 am ganzen Tag geplant – aber der Bedarf war noch größer als gedacht“, so der Jugendwart am Abend. Ein Höhepunkt: Mittags ging es nach Langenhorn. Dort auf dem Gelände des Krankenhaus Ochsenzoll brannte es in einem Haus – dem Übungsrauch sei Dank. Doch nicht nur die Fuhlsbüttler Jugendlichen konnten hier löschen. Kinder aus Lokstedt und Langenhorn-Nord waren ebenso an diesem Großeinsatz beteiligt. Denn wie im realen Leben hätte eine Wehr alleine hier nicht so schnell und effektiv löschen können wie gemeinsam.

Alle Übungslagen wurden mit den eigenen Löschfahrzeugen oder von anderen Freiwilligen Wehren geliehenen Fahrzeugen abgearbeitet. Auch zwei „Rettungswagen“ wurden besetzt – wie bei der Berufsfeuerwehr eben auch. Neben den Übungen, in denen die praktische Feuerwehrarbeit trainiert wird, gab es auch Theorieunterricht und Sport. Das Mittag und Abendessen wurde gemeinschaftlich vorbereitet – mit Gemeinschaftsspielen die Zeit zwischen den „Einsätzen“ überbrückt.

„Das alles war nur durch die 19 Betreuer und knapp zehn weiteren Helfer möglich“, so Jugendwart Sven Ellerbrock. Nicht nur personell ist ein Berufsfeuerwehr-Tag oder 24-Stunden-Dienst eine Mammut-Aufgabe, betont Sven Ellerbrock: „Die Einsätze ausarbeiten, Übungslagen ausdenken. Das kostet viel Zeit. So ein Tag soll ja auch etwas besonderes bleiben.“ Daher gibt es eine solche Aktion auch höchstens alle zwei Jahre. Im Mai 2004 war übrigens der erste und in 2006 damit bestimmt nicht der letzte "24-Stunden-Dienst" in Fuhlsbüttel.

Bilder vom Feuer am Heschredder:

Bilder vom "Kettensägen-Massaker":

Bilder vom "angefahrenen" Daimon:

Links:
Die Jugendfeuerwehr Fuhlsbüttel im Internet

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Montag, 24. April 2006


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