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13-jähriger Vergewaltiger

Eine Tat an den sogenannten "Müllbergen" sorgte nicht nur für verängstigte Eltern. Nachdem der mutmaßliche Täter festgenommen wurde, sorgt sein Alter für Entsetzen.

Schieres Entsetzen bereitete nämlich die Meldung über einen 10 Jahre alten Jungen. Der Schüler einer Einrichtung in Langenhorn wurde auf dem Gelände zwischen Glashütter Landstraße und Kupferteichweg also an der Grenze zwischen Hamburg-Hummelsbüttel und Poppenbüttel, der Landesgrenze Norderstedt missbraucht. Zum Glück benötigten Fahnder von Polizei und Landeskriminalamt nur kurze Zeit, um den Täter zu fassen. Das Opfer beschrieb ihn als etwa 15 Jahre alt. Tatsächlich ist der geständige Sexualtäter jedoch gerade einmal 13-jährig und damit noch nicht einmal strafmündig. Der Täter, der in einer Jugendeinrichtung an der Feuerbergstraße (Ohlsdorf) lebt, soll nun in eine geschlossene Abteilung eingewiesen werden. Ein Jugendrichter soll dies bereits veranlasst haben.

Eltern hatten Angst um ihre Kinder
„Du wirst Anführer einer Bande“, versprach der Täter um den Jungen zu locken. Später drohte er dann mit einem Beil. In einem Grünstreifen auf dem Müllberg verging sich der 13-Jährige am eingeschüchterten 10-Jährigen. Das Opfer vertraute sich nach der Tat der Mutter an – sie alarmierte die Polizei. Ihr Sohn ist nun in psychologischer Betreuung. Der Festgenommene nannte in der Vernehmung „Details, die nur der Täter wissen kann“, bestätigt ein Beamter. Mehr aber wohl nicht: „Zu den Sexualhandlungen wollte er sich aus Scham nicht äußern“, so Polizeisprecher Ralf Kunz.
Gerade Eltern, deren Kinder oft an Müllbergen spielen, hatten Angst vor weiteren Übergriffen durch den Flüchtigen. Der schnelle Ermittlungserfolg hielt die bangen Zeiten aber in Grenzen. Gerade einmal 48 Stunden nach der Tat wurde der Täter ja gestellt.
"Kinder sicher und stark durch Eltern"
Experten nahmen den Fall erneut zum Anlass um einen Appell an Eltern zu richten: „Kinder sollten auf Gefahren hingewiesen werden, ohne Angst einzureden. Gerade kleinere Kinder sollten sofort weitergehen, wenn Fremde sie ansprechen. Wenn Erwachsene Hilfe brauchen, sollen sie ältere darum bitten. Kinder sollten Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr kennen und keine Scheu vorm Nutzen haben.“ Besonders erschütternd in diesem Fall: Die Täter können sogar „Altersgenossen“ sein – und das nicht nur bei Raubtaten oder Schlägereien – auch bei Sexualstraftaten. Eine Ursache für den schnellen Erfolg: Das Opfer konnte noch vor Ort wichtige Hinweise mitteilen und die Polizei erhielt gute Hinweise aus der Bevölkerung.

Bilder kurz nach der Tat:

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Sonntag, 19. Februar 2006


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