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Geniale Geschwindigkeit

Rund um Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) heulten am Sonntag (6. November) die Motoren auf. 80 aufgemotzte Fahrzeuge starteten um 9.30 Uhr bei der Rallye Atlantis. Die straßenzugelassenen Autos rasten mit bis zu 200 Stundenkilometern auf ausgewiesenen Strecken. Die wohl schwierigste Prüfung lag für die Fahrerteams (Fahrer und Beifahrer) wohl auf dem Parkplatz des Möbelhauses Dodenhof. Hier mussten die Fahrer enge Kurven fahren und hatten auch eine Bodenwelle mitzunehmen. Dieser Platz war auch für die Zuschauer am spannendsten. So drängten sich auch mehr als fünfhundert an den Absperrungen. Hier gab es auch die meisten Ausfälle: „12 Autos schieden unfallbedingt aus – aber Verletzte gab es keine“, so Rennleiter Kay Rikpe. Die Wagen rasten gegen die Kantsteine - bis zum Reifenbersten - oder rutschten aus der Bahn ins Verkehrshütchenfeld. So war eben schon vor dem offiziellen Ende das Rennen gelaufen!

Neben den Ausfällen durch Fahrfehler oder technische Probleme gab es nur ein Team das gar nicht erst zugelassen wurde. Hier wurde am Sonnabend bei der technischen Prüfung die rote Karte gezeigt – ein Bauteil war nicht eingetragen – somit die Zulassung für das Fahrzeug erloschen.

Die Rallye Atlantis ging in diesem Jahr übrigens in die 22. Runde. Begonnen hatte alles 1980 - jährlich wurde im Kreis Segeberg gefahren. 1994 jedoch musste der Fahrspaß abgesagt werden, die Behörden stellten sich quer - es gab keine Genehmigungen. Seit 2004 geht es nun Kaltenkirchen wieder rund um "top speed"! Auch ein Team aus Norderstedt trat an und belegte den 13. Platz. Die anderen Fahrer aus ganz Deutschland und auch Dänemark, waren schnell: Sieger wurde das Team rund um Fahrer Martin Schütte aus Pinneberg und Beifahrerin Kerstin David aus Tangstedt im Renault Clio.

Rennleiter Kay Ripke fuhr zwar selber nicht mit, war nach der Wertung sprachlos: „Geil! Einfach super. Viele Rallyes werden unter dem Mantel der Verschwiegenheit gefahren. Wir sind anders und die Besucherzahlen geben uns recht! Ohnehin ist das eine Seltenheit im Norden: So viele Autos und so ein Feeling!“ Sicher scheint: Nächstes Jahr geht es zur Auflage 23. Doch auch da wird Ripke nicht mitfahren, so der 50-Jährige. Er hatte am Sonnabend vor dem Rennen übrigens Geburtstag: „Ich bin 15 Jahre lang gefahren – habe ein Einfamilienhaus versenkt. Der Erfolg des Rennens war aber wie ein Geburtstagsgeschenkt für mich!“

Bilder des Rennens:

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Dienstag, 15. November 2005


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