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Im Bett verbrannt
Reimer Witten (65) war gerade vor dem alten Bauernhof am Laubharken, als eine Mieterin des Hauses (beide auf dem Foto) am Wilstedter Weg zu ihm kam: "Im Haus stinkt es wahnsinnig nach Feuer", so die Rentnerin. Witten ging rein und entdeckte Rauch im Erdgeschoss. Als er die Tür zur Wohnung in Norderstedt (Kreis Segeberg) öffnen wollte, musste jedoch wieder zurück - zu stark waren die giftigen Gase: "Ich habe draußen tief Luft geholt, bin dann wieder rein - erst da habe ich den Mieter im Bett liegen sehen. Aber retten konnte ich ihn nicht. Nur die Feuerwehr konnte ich noch rufen", sagt Reimer Witten später geschockt.
Mit Zigarette eingeschlafen?!
Auch alarmierte Feuerwehrleute der Wache Glashütte konnten Mieter Thomas K. nicht mehr lebendig aus den total verrauchten Räumen holen. Ein Notarzt stellte den Tod fest - die Leiche soll später von Rechtsmedizinern untersucht werden. Auch die Kriminalpolizei war kurz nach dem Notruf vor Ort und ermittelten: "Nach ersten Erkenntnissen ist der 47-Jährige vermutlich mit einer brennenden Zigarette vorm Fernseher eingeschlafen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte eine Rauchgasvergiftung todesursächlich gewesen sein", berichtet Polizeisprecherin Silke Tobies am Abend.
Nachbarn vermuten: Der Mann kann schon seit der Nacht in der verrauchten Wohnung gelegen haben. Seit der Trennung mit seiner Frau im August 2004 soll er viel Alkohol getrunken und stark geraucht haben. Grund für die Trennung war wohl der Abbruch der Lehre seines Sohnes. Seit 1986 hatte K. in dem ehemaligen Bauernhof gewohnt. Nach dem Auszug der Frau war er nun am renovieren. Seit einem halben Jahr jedoch auch arbeitslos.
Nach dem ersten Ablöschen der Matratze mussten Feuerwehrleute erneut ran. Nachdem die Leiche geborgen war, schafften sie die Bettsachen aus dem Haus. Der Schaumstoff schmorte trotz reichlich Wasser weiter und verbreitete auch draußen noch giftige Gase.
Fotos vom Einsatz:
Link in das RTVP-Archiv:
Feuer in Fuhlsbüttel: Auslöser auch eine Zigarette?!
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Freitag, 11. November 2005
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