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Mühlen-Übung
Ein Brandeinsatz hat für Großalarm bei einigen Wehren im Kreis Segeberg gesorgt. Feuerwehrleute aus Seth, Itzstedt, Sievershütten, Kaltenkirchen und Garstedt (Norderstedt) wurden zur Unterstützung nach Oering beordert. Hier sollten sie bei einem gemeldeten Großfeuer eingesetzt werden.
Was keiner der Feuerwehrleute ahnen sollte: Der Alarm gegen 18 Uhr war Auftakt zu einer Großübung gemeinsam mit Rettungsdienst und Katastrophen-Abwehr.
Vorgegebenes Szenario von den Übungsleitern Maik Grell (37, Gemeindewehführer Oering) und den Norderstedtern Gemeindewehrführern Joachim Seyferth und Frank Groß: "Starke Rauchentwicklung aus der Oeringer Mühle - zwei Kinder beim Spielen überrascht, sollen noch im Gebäude sein. Vorsicht, Gefahrgut!" In dem landwirtschaftlichen Betrieb, der seit 1899 in Oering ist, lagern neben Futtermitteln auch Dünger und andere, für die Feuerwehr bei einem Brand gefährliche Güter. Auf dem Grundstück befinden sich Diesel-Tanks.
Kurz nachdem die ersten Helfer eintrafen und unter schwerem Atemschutz in das Gebäude gegangen waren, verschlimmerte Frank Groß die Lage:
"Die Kameraden wurden von einer so genannten Staubexplosion überrascht - drei Trupps waren nun verschwunden!" Problem dabei: Wie auch in der Realität vermutlich, hatten die sechs Feuerwehrleute keinen Kontakt mehr nach außen - Funkgeräte waren defekt und niemand hatte etwas von der Explosion bemerkt. "Erst durch eine ständige Überwachung der Atemschutzträger von außen fallen vermisste Kameraden auf", so Gemeindewehrführer Grell. Da die Feuerwehrleute nur begrenzt Atemluft haben, überwachen Feuerwehrleute vor der Tür die Einsatz-Zeiten. Insgesamt versteckten sich auch nicht nur zwei Vermisste im Gebäude. Sieben Jugendliche der Jugendfeuerwehren Oering und Hamburg Langenhorn-Nord waren Verletztendarsteller in der Mühle. Nach ihrer Rettung wurden sie von der Sondereinsatzgruppe des Kreises betreut.
"Die Mühle in Oering ist nicht nur durch die Holzbauweise ein Gefahrenschwerpunkt mitten im Ort. Genau das, was hier geübt wurde, kann jeden Tag passieren! Die Zusammenarbeit und Koordination der Einsatzkräfte muss daher klappen", so Maik Grell.
Norderstedts Gemeindewehrführer Joachim Seyferth: "Um eine Vorstellung zu haben, wann eine Drehleiter und ein Wasserwerfer hier wären, waren die Norderstedter und Kaltenkirchner angefordert." Hartwig Frahm (55), Inhaber der Oeringer Mühle ergänzt: "Hier wurde schon oft geübt - aber das war das Größte bisher. Ich finde es hat alles geklappt. Dennoch wünsche ich mir hier nie einen richtigen Einsatz!"
Während der Übung:
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Freitag, 27. Mai 2005
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