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Explosion durch Insektenspray

Eine schier unglaubliche Zerstörung richtete am Abend ein versprühtes Insektenspray in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) an.

Der 36-jährige Bewohner hatte in seiner drei-Zimmer Wohnung an der Hamburger Straße vermutlich 14 Dosen (!!!) eines Insektenmittels aus Osteuropa versprüht. Dabei trug er eine Gasmaske, die später sichergestellt wurde. Das Gemisch explodierte dann, so die Polizei, durch einen eingeschalteten Computer.
Gegen 17.30 wurde die Feuerwehr von Zeugen gerufen. Nach einem lauten, dumpfen Knall, waren Fensterscheiben der Eckwohnung bis zu 90 Meter weit geflogen, samt Rahmen! Kleidungsstücke und Gardinen hingen in den Bäumen. Der Wohnungsinhaber musste mit leichten Schürf- und Brandwunden von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen aus der total verwüsteten Wohnung gerettet werden. Seine Frau Barbara (40), hatte sich selber ins Freie retten können und berichtete geschockt: "Ich wollte gerade hinaus als es knallte. Ich bin dann mit der Tür zusammen raus." Unter den Blicken von Schaulustigen und Nachbarn, sammelte sie Habseligkeiten aus dem benachbarten Grüngelände.

Neben der Kriminalpolizei wurde auch das Landeskriminalamt aus Kiel alarmiert. Niemand glaubte an die Insektenmittel-Version, die vom Bewohner geäußert wurde. Jeder glaubte an eine Gasexplosion oder vermutete, dass der Mann mit gefährlichen Mitteln experimentiert habe. Da sogar Wände in der Wohnung verrückt wurden, begutachtet eine Statikerin das Gebäude, gab aber entwarnung. Die übrigen Partien konnten in die Räume zurück. Kaltenkirchens Bürgermeister Ingo Zobel und Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Berner informierten sich vor Ort.

Einsatzleiter Horst Wittorff (55): "Als wir ankamen, drang Qualm aus den Fenstern. Da wir nicht wussten was passiert war, hatten wir ein seltsames Gefühl. Es könnte ja noch etwas explodieren."

Bilder nach der Explosion:

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Sonntag, 15. Mai 2005


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