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Defibrillator

Er ist einfacher zu bedienen als ein neuer Fernseher. Er spricht mit dem Helfer und gibt genaue Anweisungen. Das Gerät kann Leben retten, doch kaum jemand außerhalb von Rettungsdienst und Feuerwehr kennt es.

Der Defibrillator:


„Bitte jetzt beatmen“, dröhnt eine männliche Computerstimme aus dem Gerät, eine gerade Linie läuft über das Display. Rettungsassistent Dennis David: „Das ist normal. Wäre der Patient wirklich nicht ansprechbar, dann würden wir richtige Pads nehmen, aber so nur die für Übungen.“ Dennis David ist in der Feuerwehr Garstedt ehrenamtlich aktiv. Mit Karsten Bonnhoff demonstriert er an Nils Semmelhaack den Lebensretter. Zwei Elektroden werden dem Opfer auf den Oberkörper gelegt. Diese verbinden ihn dann mit dem Defibrillator. Das schwierige Wort beschreibt das Wiederbelebungsgerät bei Herzstillstand, wird häufig nur kurz „Defi“ genannt. Dem 18 Jahre alten Nils Semmelhaack geht es gut.

Anders als den rund 130.000 Deutschen, die durch plötzliches Herzversagen im Jahr sterben. Nach Angaben der Björn Steiger Stiftung hätten aber alle eine 75-prozentige Überlebungschance. Aber nur dann, wenn innerhalb der von drei Minuten Erste Hilfe in Form von einer Reanimation durchgeführt werden würde. Dazu ist der Defi im Einsatz: „Mit der normalen Herz-Lungen Wiederbelebung, die jeder können sollte, wird nur mechanisch geholfen. Der Defi hilft elektrisch“, beschreibt David. Der „Automatisierte Externe Defibrillator“, kurz AED ist leicht und von einer Steckdose unabhängig. Alle Tätigkeiten werden durch eine Stimme klar vorgegeben, nachdem der Defi automatisch den Herzrhythmus analysiert hat. In dem Fall das ein Herzrasen vorliegt, das lebensgefährlich ist, fordert das Gerät zur Defibrillation, also zur Wiederbelebung durch Stromstöße auf. Das geschieht durch Druck auf eine Taste. Zum Schutz der Helfer wird auch noch einmal eindringlich daraufhin gewiesen, dass der Patient dabei nicht berührt werden darf. Mit dem nun gekauften „Laerdal Medical HeartStart FR2 +“ ist diese Hilfe eben nun nicht mehr nur durch den Rettungsdienst möglich: „Wir haben eine Schulung hinter uns, damit wir mit Gerät arbeiten können“, sagt der Garstedter Feuerwehrmann Karsten Bonnhoff. Der Defibrillator ist der erste außerhalb des Rettungsdienstes bei der Feuerwehr in Norderstedt. Jeder Rettungswagen hat die Lebensretter auch an Bord: „Wenn wir aber einmal schneller vor Ort sind, können wir nun auch richtig helfen“, so Dennis David stolz.
Der Defibrillator kostete übrigens durch die Unterstützung der Björn-Steiger-Stiftung (wwww.Steiger-Stiftung.de) knapp 2.000 Euro. Normalerweise kosten die Geräte das doppelte.

Bilder des neuen Gerätes:

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Montag, 28. Februar 2005


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