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Wolfsnacht

Angst vor Wölfen war spätestens seit dem Märchen "Rotkäppchen" vorhanden. Doch die sei, so Ute Kröger (48) vom Wildpark Eekholt, unnötig: "Der Wolf wurde immer als böse dargestellt – als aggressiver Fleischfresser. Dabei ist er ganz anders. Er ist vorsichtig, intelligent und stellt wenig Ansprüche.“ Die Scheu können gerade Besucher des Wildpark Eekholt (Kreis Segeberg) spüren: Die Tiere laufen bei lauten Geräuschen weg, zucken bei Fotoblitzen zusammen und verstecken sich im Wolfshaus.

Doch der Tierpark will den Wolf „zeigen, wie er wirklich ist“. Und so wurde vor über zehn Jahren die Idee der Wolfsnacht in Eekholt geboren: „Wir erwarten in diesem Jahr ein paar tausend Besucher“, prognostizierte die Leiterin der Wildparkschule noch am Freitag – und so strömten auch Gäste aus ganz Norddeutschland am Wochenende gen Großenaspe. Von 14 Uhr bis in die Nacht schlenderten alleine am Sonnabend mehr als 1.000 Interessierte nicht nur zum Wolfsgehege.

Zwei Mal am Tag raste ein Husky-Schlitten in wahnsinniger Geschwindigkeit über die Wege. Kinder wurden zum Beispiel wie Wölfe im Gesicht bemalt und Stockbrot konnte über offenem Feuer gebraten werden: Selbst für Gäste aus dem weitentfernten Kanada eine Attraktion. Brigitte Read und ihre Kinder aus Kanada waren nämlich in Norddeutschland zu Besuch: „Da darf der Wildpark Eekholt nicht fehlen. Wir sind jedes Mal hier wenn wir in Deutschland sind und es ist immer wieder etwas neues!", sagt die ausgewanderte Deutsche aus dem kanadischen Bundesstaat Ontario. Die 39-Jährige Mutter von drei Kindern beschreibt: „Wir hören zwar Wölfe bei uns zu Hause in der Nähe von Ottawa - aber die sind sehr scheu, gesehen haben wir kaum welche. Hier jedoch können die Kinder spielerisch mehr über die Tiere erfahren“, der Grund für den Deutschlandbesuch, Mutter Astrid Schmidt aus Kaltenkirchen, ergänzt: „Speziell für die Kleinen wurde wieder viel auf die Beine gestellt.“ Schmidt wurde vor wenigen Tagen 62 Jahre alt, für die Geburtstagsfeier ist Tochter Brigitte samt Anastasia (19), Alexandra (5) und Niklas (1 1/2) gekommen.

Der ganze Stolz von Bernd Fedder (62) und Levke Ose Ericksen (43) sind die Sibirischen Huskys. Die Kleinen sind gerade einmal 17 Wochen - die Großen 6 Jahre alt. Zum dritten Mal sind die beiden nun bei den Wolfsnächten als Schlittenhundeführer dabei. Die Besucher-Kinder Jule-Marie (7), Nole-Greta (3), Annika (7) und die beiden Lauras (9 und 10) streicheln gerne die besonderen Hunde.

Im Wildpark Eekholt (www.Wildpark-Eekholt.de) wird übrigens am 13. März 2005 das Leben der Eulen vorgestellt.

"Wildpark-Vater" Dr. h.c. Hans-Heinrich Hatlapa und mehr:

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Sonntag, 27. Februar 2005


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