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Vorsicht Betrüger

Von vielen wurde ich den vergangenen Tagen angesprochen, warum nichts neues auf meine Internetseite kommt. Viele fragten sich auch, warum ich bei einigen Einsätzen nicht dabei war, obwohl ich doch Tipps und Hinweise bekam. Mit dem folgenden Bericht über den 9. Februar 2005 möchte ich Euch informieren und warnen:

Wie viele wissen, bin ich freiberuflicher Journalist in Hamburg und arbeite für viele Tages- und Wochenzeitungen. Am Mittwochmorgen erfuhr ich von einem Kunden folgendes: Ein Leser hatte sich gemeldet, er hatte einen sogenannten Gewinnbrief erhalten. Er sei Rentner und würde diesen Brief, in dem ihm direkt 200 Euro versprochen waren, sehr skeptisch sehen. Ich rief den Mann an und verabredete mich mit ihm. Durch einen Artikel im "Hamburger Abendblatt" einige Tage zuvor, war er sensibilisiert worden. Ich las das Schreiben genauestens durch und fand einige Haken: "Angeschriebene Herren nur in Begleitung ihrer Partnerin" - versprochene Gratis-Uhren und Schlemmerpakete und eben das 200-Euro-Geschenk. Wir vereinbarten gemeinsam zum im Brief genannten Veranstaltungsort zu fahren. Eingeladen wurde zur einer Kneipe in Hamburg, dem "Jever Krog" an der Bernadottestraße / Große Brunnenstraße (Ottensen).

Als der Herr mit seiner Frau dort auftauchte, sagte man, er könne nicht mehr rein. Ohnehin würde die Veranstaltung nicht stattfinden, da zu wenig Besucher da sein. Daraufhin holte mich die Frau in die Kneipe. Im hintersten Raum der Kneipe saßen einige Leute und hatten bereits etwas zu Essen vor sich. Der Informant sagte dem augenscheinlichen Veranstalter etwas lauter, er wolle zumindest seine 200 Euro dann haben. Dies war dem Veranstalter (graue Haare) im schwarzen Sakko und Nadelstreifenhose nicht recht. Sollten die Leute, die schon auf den Veranstaltungsbeginn warteten augenscheinlich doch nichts vom Disput mitbekommen. Dann plötzlich schlug der Veranstalter auf den "Besucher" ein.

Ich machte aus einem Vorraum ein Foto von der Situation, wollte so dem "Besucher" helfen. Was ich nicht sah: Im Hinterraum war noch ein weiterer Mann: "Typ Bodybuilder" mit Glatze und kantigem Gesicht. Sofort ging er auf mich los und wollte mir die Kamera entreißen. Als ihm das nicht gelang, streckte er mich mit einem gezielten Faustschlag zu Boden. Ich stürzte und aus meiner Fototasche fielen Objektive. Ich wollte flüchten, nachdem er mich schmerzhaft im Gesicht getroffen hatte. Er ließ jedoch nicht von mir ab und sagte: "Gib her den Scheiß!" - er meinte damit meine Kamera. Nachdem er mich geschüttelt hatte half mir der "Informant" - daraufhin konnte ich mich losreißen und lief mit ihm und seiner Frau aus der Kneipe.

Völlig außer mir rief ich sofort die Polizei: Hatte ich doch nie damit gerechnet, unter Zeugen von jemandem angegriffen und krankenhausreif geschlagen zu werden!

Ehe die Beamten eintrafen, brachte der "Typ Bodybuilder" in Selenruhe zwei Kartons aus dem Haus in einen weißen Mercedes Sprinter, Kennzeichen "HB-OO 168". Der Mann stieg ein, parkte aus und fuhr davon. Zuvor hatte ich den Flüchtenden mehrfach angesprochen, er solle auf die Polizei warten. Ich war durch den Schlag gegen den Kopf nicht ganz bei mir und blutete an der Hand. Außerdem war ich geschockt. Dann ging der Veranstalter auch aus der Kneipe - durch den Hintereingang. Ich verfolgte ihn - doch er konnte zu Fuß flüchten. Der Besitzer der Kneipe konnte angeblich gar nichts zu den Leuten sagen: Die hätten dort einen Tisch bestellt und im Vorwege bezahlt. Einen Namen oder ähnliches hätte er nicht. Er hätte seit 20 Jahren nie die Polizei bei sich gehabt. Aufklären wollte er augenscheinlich nicht.

Nach der Aussage bei der Polizei in der Kneipe und Erstattung einer Strafanzeige, begab ich mich in ärztliche Behandlung. Die starken Kopfschmerzen habe ich selbst heute (13. Februar) noch, auch wenn sie allmählich weniger werden. Nach Röntgen und weiteren Untersuchungen sagte die Ärztin im Krankenhaus, ich hätte Glück gehabt. Ich hätte eine leichte Gehirnerschütterung sowie eine Prellung am Kopf.
Viel schlimmer ist aber das Gefühl - warum schlägt mich jemand unter Zeugen, warum kann er fliehen warum dreht er so durch - was haben diese Leute zu verbergen?!

Ein Hinweis: Wer auch immer solche oder ähnliche Briefe erhält: Sofort in den Mülleimer. Noch besser: Zuvor den Organisatoren der Internetseite www.Gewinnbriefe.de einen scan per E-Mail senden, gegebenenfalls die Polizei informieren! Nur so kann den üblen Machenschaften ein Ende gesetzt werden...

Weitere Bilder der Tat:



ACHTUNG: Neuer Link von 1. Oktober 2005 an.
Statt .de nun .info: www.Gewinnbriefe.info

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NEU! Ein Hinweis in eigener Sache:
Wer Interesse an ausgedruckten Bildern in Fotoqualität hat,
der kann sich gerne bei mir melden!

Sonntag, 13. Februar 2005


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