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Beust bei Otto

"OTTO find ich gut!" - das dachte sich wohl auch Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Er besuchte im Stadtteil Bramfeld die Firmenzentrale. An der Wandsbeker Straße ist nach nur knapp acht monatiger Umbauphase eine neue, 40 Milionen Euro teure Sortieranlage eingeweiht worden. Seit 1960 hat Otto den Hauptsitz in Bramfeld. Bisher wurde, 36 Jahre lang, mit der sogenannten Hängefördertechnik gearbeitet. Doch nun musste die Otto Group handeln: „Wir müssen noch flexibler werden“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Otto. Zu den bekannten Sammelbestellern von früher sind „Schnäppchenjäger und erlebnisorientierte Spontankäufer“ dazugekommen: „Drei Dinge spielen für sie eine besondere Rolle: Zum einen der Preis. Außerdem der Service und drittens Aktualität und Schnelligkeit.“ Daher wird Otto zum ersten Mal nun auch drei Hauptkataloge herausbringen um seine Waren an den Mann und die Frau zu bringen: „Damit werden wir in der Lage sein, sehr viel schneller auf Modetrends und neue Produkte einzugehen als bisher."

Durch die neue Anlage sind zwar „Prozesse optimiert“ worden, doch Otto verspricht: „Ich bin froh, dass ich heute sagen kann: Wir haben keine einzige betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen.“ Das freute auch den Bürgermeister, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich die Anlage zu besichtigen. Diese erstreckt sich übrigens über zwei Etagen. Mehr als 1000 verschiedene Ziele – also spätere Pakete – können angesteuert werden. Ein halber Kilometer Förderband bringt die Waren sicher zu den Packplätzen. An diesen schnüren die Mitarbeiter die Lieferungen zusammen und kontrollieren die Sendungen. Doch nicht nur Otto-Versand-Lieferungen verlassen so das Firmengelände in Bramfeld: „Das Otto-Vertriebszentrum ist eine große Logistikdrehscheibe im Norden. Über 60 Millionen Artikel verlassen hier im Jahr den Betrieb. Nicht nur an Kunden des alten Otto Versands auch an Kunden von Schwab, Baur und Heine zum Beispiel“, sagt Prof. Dr. Peer Witten, Otto Group-Vorstandsmitglied.

Bürgermeister von Beust sagte: „Ich freue mich, dass sich mit Otto ein bekanntes und international tätiges Hamburger Traditionshaus für den Erhalt des Standtortes in unserer Stadt entschieden hat. Dies ist ein deutliches Signal nicht nur für Deutschland.

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Montag, 17. Januar 2005


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